Verwurzelt im alten Wissen

Was, wenn wir vieles von dem, wonach wir heute suchen, längst einmal wussten?

Die Pflanzen vor unserer Haustür kennen. Wissen, wann sie wachsen, wie wir sie sicher bestimmen, wann wir sie sammeln und wie wir sie verarbeiten können. Die Jahreszeiten nicht nur am Kalender erkennen, sondern mit ihnen leben. Mit den Händen arbeiten. Wahrnehmen, beobachten und erfahren.

Vieles davon war einmal selbstverständlicher Teil des Lebens. Wissen wurde weitergegeben, erlebt und angewandt – und manches davon ist uns über die Zeit fremd geworden.

Wir suchen so vieles im Außen und entfernen uns dabei immer weiter von unserem Ursprung. Vielleicht beginnt Erinnerung genau dort, wo wir wieder näherkommen – der Erde, ihren Rhythmen und einem Wissen, das einmal selbstverständlich zu unserem Leben gehörte.

Erinnerung statt Anpassung.

Wir suchen so vieles im Außen. Wollen weiter, schneller, mehr – und verlieren dabei manchmal die Verbindung zu dem, was unmittelbar vor uns liegt.

Für mich beginnt vieles mit der Rückkehr zur Erde. Mit dem Hinausgehen und Sammeln. Mit den Händen. Mit dem Feuer im Ofen. Mit einer Pflanze, die zu einer Salbe wird. Mit dem Wissen darum, wann etwas wächst, wann es geerntet wird und wann die Natur sich wieder zurückzieht.

 

Jahreskreis & altes Wissen

Die Natur lebt in Kreisläufen. Und wir tun es auch.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter tragen ihre eigenen Qualitäten, ihre Pflanzen und ihre Geschichten. Was wann wächst, gesammelt und verarbeitet wird, war über Generationen Teil eines Wissens, das eng mit dem täglichen Leben verbunden war.

Bräuche, Geschichten und altes Naturwissen erzählen davon, wie Menschen vor uns mit diesen Rhythmen gelebt haben. Für mich tragen gerade diese Geschichten etwas Wesentliches in sich: Sie schaffen Verbindung – zur Natur, zu ihren Wesen, zu Mutter Erde und zu den Kreisläufen, deren Teil wir selbst sind.

Mein Wirken

Ich bin Kräuterpädagogin und seit ich denken kann tief mit Pflanzen und der Natur verbunden. Gleichzeitig begleiten mich Kunst und kreatives Arbeiten seit vielen Jahren – als Künstlerin und gelernte Keramikerin.

Ich bin nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen und niemand hat mir dieses Wissen von klein auf mitgegeben. Vieles von dem, was heute mein Leben prägt, habe ich mir selbst gesucht, erarbeitet und über viele Jahre erfahren.

Die Natur war dabei immer da. Der Wald, das Sammeln von Wildkräutern und Pilzen, Pflanzen kennenlernen, Bücher lesen, ausprobieren, beobachten – und immer weiter lernen und mich weiterbilden.

Irgendwann erfüllte ich mir den Traum vom eigenen Bauernhof in der Buckligen Welt. Heute lebe ich hier mit meinen Tieren und Pferden an einem Ort, an dem vieles zusammenkommen darf:

Pflanzen. Ton. Filz. Farbe. Tiere. Jahreszeiten. Wissen und Erfahrung.

Der Hof ist dabei nicht nur mein Zuhause. Eingebettet in die Natur ist er auch der Ort, an dem ein großer Teil meiner Kurse und Veranstaltungen stattfindet – draußen, mit den Pflanzen vor der Tür und den Jahreszeiten unmittelbar um uns.

Kräuter im Jahreskreis

Jahresausbildung 2027 · in Präsenz

Ein Jahr, um Pflanzen nicht nur kennenzulernen, sondern ihnen wirklich zu begegnen. Heimische Wildkräuter bestimmen, sammeln und verarbeiten, altes Pflanzenwissen entdecken und den Wandel der Natur durch den Jahreskreis bewusst erleben.

Wissen, Wahrnehmung und eigenes Erfahren dürfen dabei zusammenkommen – über die Arbeit mit den Pflanzen, über Kreativität, Meditation und unterschiedliche Wege, wieder tiefer mit der Natur in Verbindung zu treten.

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